Jean-Charles Stora

Skulpturen

Der Künstler

Jean-Charles Stora

Der Künstler

Geboren 1955 in Algier

Autodidaktischer Bildhauer

Seit 2026 in der Galerie du Jas de la Rimade ausgestellt

Das Werk

"Als Jean-Charles Stora im Jahr 2006 parallel zu seiner Tätigkeit als Psychologe eine künstlerische Recherche begann und sich der Arbeit mit Metall widmete, wollte er sicherlich seinen Blick auf andere Aktivitäten und Herausforderungen lenken. Vielleicht betrachtete er diesen Wandel als eine Art Bruch. Doch beim Betrachten der in diesen 19 Jahren entstandenen Werke muss man heute feststellen, dass es vielmehr eine Kontinuität war: Denn dieser Künstler hat nie aufgehört, das zu tun, was er sein Leben lang bereits getan hat: andere Menschen zu treffen und zu verstehen, sie dazu zu bringen, die Welt zu verstehen, und sich ihr gegenüber verständlich zu machen.

Das Verstehen der Welt kann in diesem Sinne nur eine relationale Aktivität sein. Jedes Verständnis, das man im eigenen Inneren ohne andere zu erreichen glaubt, kann nur Illusion, Unsinn oder Wahn sein. Die Welt zu verstehen heißt, den anderen zu verstehen, mit dem man sie betrachtet und mit dem man ihre Nutzung teilt. Und den anderen zu verstehen heißt, in ihm ein Echo zu finden, ausgehend von dem Objekt, das man gemeinsam betrachtet; es heißt, Wahrnehmungen und Emotionen zu teilen. Angesichts der notwendigen gemeinsamen Sicht auf das Objekt und der darin implizierten Präsenz des Blicks des anderen ist Kunst daher immer eine Beziehung.

In dieser Kontinuität schafft und entwickelt Jean-Charles Stora seine Arbeit. Seine Werke erheben keinen Anspruch, sie unterbreiten keine neuen Ideen und vermitteln keine Symbole, sondern sie wecken unser Verlangen zu verstehen und zwingen uns somit zur Beziehung. Die Mobiles, die großen Metallplatten oder die farbigen Kugeln, die er in seinen Skulpturen anordnet, sind reale Objekte, die er unserem Blick anbietet und die nur unter der Bedingung Sinn ergeben, dass wir sie gemeinsam ko-konstruieren."

Gérard Renaudo